04.08.2022 Beim Arbeitgeber sieht vieles anders aus

Ende Juli 2022 habe ich von einer beruflichen Assessmentmaßnahme aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas berichtet. Einfach eine Maßnahme durchzuführen, heißt nicht auch ein Ziel umzusetzen. Vielmehr geht es darum die Ergebnisse auch in die Praxis hinein zu tragen und umzusetzen.

 

Wichtig ist dabei das Gespräch mit dem Arbeitgeber, dass noch mehr Klarheit schaffen kann über die tatsächliche berufliche Situation und letztendlich auch ein Feedback ist zu den Ergebnissen der Assessmentmaßnahme.

 

Ganz konkret war Jörg Dommershausen mit einem Arbeitspädagogen von Reha-Aktiv-Bersenbrück unterwegs und hat mit dem Arbeitgeber gesprochen. Zutage kam, dass sich viele Ergebnisse und Beobachtungen aus der Maßnahme auch vom Arbeitgeber und den Kolleginnen und Kollegen beobachtet wurden.

 

Eine große Rolle spielte bei der Besprechung der Ergebnisse auch, dass die betroffene Person offensichtlich viele Änderungen im betrieblichen Ablauf, die ihr zugutekommen, nicht wahrgenommen hat. In gewisser Weise erschreckend war, dass die neuen Abläufe schon über mehrere Monate etabliert waren.

 

Klarheit konnte insofern auch geschaffen werden dahingehend, dass tatsächlich schon einiges umgesetzt wurde hinsichtlich der Arbeitsstruktur und der Informationsverarbeitung.

 

Nichtsdestotrotz geht es darum den Arbeitsplatz zu sichern und den Arbeitgeber vor zukünftigen Kosten (Entgeltfortzahlung) zu bewahren.

 

Vereinbart wurde, dass Reha-Aktiv-Bersenbrück eine aktive Begleitung und Unterstützung des Betroffenen und des Arbeitgebers für sechs Monate im Sinne einer Nachsorge sicherstellt.

 

Wichtig wird jetzt auch die Umsetzung einer medizinisch-stationären intensiven Reha-Maßnahme sein, um eine gute Grundlage für die berufliche Zukunft und die Teilhabe am Sozialleben zu schaffen.